Rettung Totengräberhaus

Unsere Kirchengemeinde, St. Bartholomäus-Wöhrd, hat sich ein ehrgeiziges Projekt vorgenommen: Die grundlegende Sanierung des historischen Totengräberhauses im Nürnberger Stadtteil Wöhrd. Das Haus ist das Herzstück der gesamten Friedhofsanlage und soll als Ort der Begegnung für den Stadtteil erhalten bleiben. Hier informieren wir Sie über aktuelle Entwicklungen und geben Ihnen die wichtigsten gesammelten Hintergrundinformationen.

Totengräberhaus soll leben

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aus Evangelisches Sonntagsblatt für Bayern, Regionalausgabe Nürnberg, Nr. 33. Vom 20. August 2017:

Fahrplan für Sanierung des Totengräberhauses steht

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Zehn Jahre nach der ersten Initiative des Wöhrder Kirchenbauvereins steht der Fahrplan für die Sanierung des ehrwürdigen Totengräberhauses: Im September kommen die Zimmerleute, bis Sommer 2018 soll alles fertig sein….

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Nur dann kann die Sanierung gelingen!

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Die Aufgabe

Das Haus verweist uns auf eine Tradition, die es zu bewahren gilt.

Das 1529 erbaute Totengräberhaus hat wie durch ein Wunder alle Kriege der darauf folgenden Jahrhunderte überlebt. Es diente jahrhundertelang dem Wöhrder Totengräber und seiner Familie als Wohnhaus.

Seit 1975 wurde es als Friedhofsgärtnerei und Abstellraum genutzt. Der schlechte Zustand des Gebäudes ist in den Innenräumen besonders zu sehen – es ist akut sanierungsbedürftig! Eine Aufgabe, der wir uns gemeinsam stellen, um dieses wertvolle Kleinod zu erhalten.

Eine Nutzung ist momentan nicht mehr möglich! Bis vor Kurzem war es der Ort der Andacht und Besinnung, wo sich Menschen verabreden und treffen konnten, wo Blumen erworben und gepflanzt wurden. Menschen saßen auf der Bank davor, ruhten sich aus, hielten Zwiesprache mit Ihren Verstorbenen. Ein Ort des Friedens und der Hoffnung, den wir dringend für die nachfolgenden Generationen bewahren wollen.

Historische Bedeutung

Ein (fast) vergessener Schatz im Nürnberger Stadtteil Wöhrd

Das Wöhrder Totengräberhaus ist eines der ältesten Gebäude im Stadtgebiet außerhalb der Altstadt. Ausgangspunkt seiner langen und bewegten Geschichte ist das Jahr 1528. Damals beschloss der Nürnberger Rat, die bisher um die Pfarrkirchen angesiedelten Friedhöfe vor die Mauern der Stadt zu verlegen. So entstanden nicht nur der St. Johannis- und der St. Rochus-Friedhof, sondern auch der Friedhof der kleinen Handwerkervorstadt Wöhrd. Vom hohen Alter des Wöhrder Friedhofs zeugen heute noch eine Reihe alter Grabsteine rund um die im 2. Weltkrieg zerstörte Friedhofskapelle. 1529, ein Jahr nach der Entscheidung, die Friedhöfe zu verlagern, wurde an der neu errichteten Friedhofsmauer auch ein Haus für den Totengräber errichtet. Anders als die Vorstadt Wöhrd, die 1552 fast vollständig dem 2. Markgrafenkrieg (1552-1554) zum Opfer fiel, überlebte dieses Haus nicht nur diese mörderische Auseinandersetzung.

Im Kern haben wir hier damit ein Haus, aus der Zeit kurz nach dem Tod Albrecht Dürers vor uns, und damit den ältesten Profanbau außerhalb der Stadtmauern nicht nur in Wöhrd, sondern auch in den Nürnberger Vorstädten.

Die Entwicklung

Ein Ort der Begegnung
für alle Zeit

Die Traditionen haben sich verändert. Nicht mehr die herkömmlichen Erdbestattungen, sondern Feuerbestattungen und Urnenbeisetzungen sind mittlerweile stärker gefragt. Schon lange ist es nicht mehr selbstverständlich, dass Generationen von Familien am gleichen Ort leben – und sterben. Es wird zunehmend schwieriger, für die Gräber der Angehörigen Sorge zu tragen und sich zu kümmern. Wir nehmen uns dieser Entwicklung an: neue, moderne Urnengräber sind entstanden, die sich harmonisch in das Gesamtbild einfügen – mit dem Totengräberhaus als zentralen Punkt der gesamten Friedhofsanlage.

Das sanierte Haus wird wieder ein Ort sein, wie wir ihn wertschätzen und ihn als lebendige Gemeinde brauchen: Ein Ort der Besinnung und Raum für ein vertrautes Gespräch, Blumen für die Grabpflege und eine offene Tür für jeden. Es wird sich wieder harmonisch einfügen in eine Friedhofsanlage, die wir gemeinsam anpassen, weiterentwickeln und für die Zukunft erhalten wollen.

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Historisches Totengräberhaus
2
Aussegnungshalle
3
„Engelgräberfeld“ neu gestaltete Urnengrabanlage
4
„Psalmenweg“ neu gestaltete Urnengrabanlage
5
„Himmelwärts“ neu gestaltete Urnengrabanlage
Das gemeinsame Ziel

Gemeinsam das bewahren, was unserer Gemeinde und allen Menschen im Stadtteil am Herzen liegt.

Die Renovierung des denkmalgeschützten Totengräberhauses lag schon dem bereits verstorbenen langjährigen Vorsitzenden des Kirchenbauvereins und Kirchenvorstandsmitglied von St. Bartholomäus Bernd Ph. Pommer sehr am Herzen. Bereits im Jahre 2014 wurde durch die Erhebung des Kirchgelds für die Renovierung der erste Schritt in die Öffentlichkeit getan. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Arbeitskreis „Totengräberhaus“ gebildet, der bei regelmäßigen Sitzungen das Projekt initiiert hat und begleitet.

Uns ist die Wiederherstellung des Hauses und Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit als lebendige Begegnungsstätte ein großes Anliegen.

Renate Schröpfer

Friedhofsverwalterin und Pfarramtssekretärin

Sabine Winkler

Vorsitzende des Kirchenbauvereins

Hannes Ostermayer

Bis Januar 2017 Pfarrer in St. Bartholomäus

Hanna Kabuschat

Friedhofspflegerin

Knut Engelbrecht

Vorsitzender des Vorstadtvereins Wöhrd

Bitte helfen Sie mit!

Spendenkonto für die Rettung „Totengräberhaus“:
Empfänger: Kirchengemeinde St. Bartholomäus-Wöhrd
IBAN: DE07 5206 0410 0301 5710 36

Für Spenden ab 50 € bekommen Sie auf Wunsch unsere originale Broschüre zugeschickt. Bitte vermerken Sie hierzu Ihre Adresse auf der Überweisung.

Kontakt:
Ev. Luth. Kirchengemeinde St. Bartholomäus-Wöhrd
Pfarramt und Friedhofsverwaltung
Weinickeplatz 3
90489 NürnbergTelefon: 0911 – 55 48 55
Fax: 0911 – 581 88 81
E-Mail:  st-bartholomaeus@gmx.de
Öffnungszeiten:
Di.-Mi. 9-12 Uhr
Do. 9-12 Uhr und 14-17 Uhr

Vielen Dank für ihr Interesse!